Hochwasser.Info.Bayern

Landwirtschaft - Vor dem Hochwasser

Luftaufnahme von Feldern und einem Fluss

Informations-SymbolInformieren Sie sich

Auszug aus dem Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete GebieteOb Ihr Hof und Ihre Nutzflächen in überschwemmungsgefährdeten Gebieten liegen, erfahren Sie beim Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete (IÜG).


Informations-SymbolBewirtschaften Sie Ihr Land hochwasser- und starkregenangepasst

Eine geeignete Flächenbewirtschaftung kann dazu beitragen, Hochwasserschäden insbesondere bei Starkregen zu vermeiden. Eine hochwasserangepasste Bewirtschaftung verbessert die Versickerungsfähigkeit der Böden. Auf hochwachsende Pflanzen in durchströmten Überschwemmungsbereichen sollte wegen Rückstaueffekten verzichtet werden. Zusätzlich ist es wichtig, Erosionsschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Weitere Informationen zum landwirtschaftlichen Hochwasserschutz finden Sie auf der Internetseite der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Der Maßnahmenratgeber "Landwirtschaftlicher Hochwasserschutz" des Institutes für Landwirtschaftliche Betriebslehre der Universität Hohenheim bietet weitere Informationen zum Thema.

Informations-SymbolHelfen Sie mit, die Menschen in Bayern vor Hochwasser zu schützen

Mit der Änderung der Bewirtschaftung oder der Bereitstellung von Flächen können Sie helfen, den notwendigen Raum für den natürlichen Rückhalt oder für technische Hochwasserschutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.

Informations-SymbolVersichern Sie Haus und Hof

Viele Landwirte haben bereits Versicherungen für Haus und Hof abgeschlossen. Oftmals beinhalten diese jedoch keinen ausreichenden Schutz gegen Schäden durch die zunehmenden Naturgefahren wie zum Beispiel Hochwasser. Ein umfassender Schutz beinhaltet neben einer Absicherung gegen Sturm und Hagel unbedingt auch eine Elementarschadenversicherung. Die Versicherungsgesellschaften bieten geeignete Produkte auch für die Landwirtschaft an.

Nur diese decken weitere Gefahren wie etwa Überschwemmungen nach Starkregen ab. Informieren Sie sich und lassen Sie sich fachkundig beraten. Holen Sie aktuelle Angebote bei den Versicherungen ein, denn die Möglichkeiten eines Versicherungsschutzes haben sich in den letzten Jahren verbessert. Gerade vor dem Hintergrund der Erklärung der Bayerischen Staatsregierung, ab dem 1. Juli 2019 keine Soforthilfen mehr zu gewähren, ist eine Absicherung gegen die finanziellen Folgen von Elementarschäden essenziell. Versicherungen bezahlen überdies im Schadensfall in der Regel deutlich mehr, als es über staatliche Hilfen möglich wäre.

Informations-SymbolBereiten Sie sich auf den Hochwasserfall vor

Damit Sie sich, andere Menschen und Ihr Vieh bei Hochwasser schnell retten können, sollten Sie einen Notfallplan zur Evakuierung erstellen. Denken Sie dabei auch an die Fütterung oder das Melken Ihrer Tiere. Überprüfen Sie zudem, ob Ihre Weideflächen in hochwassergefährdeten Gebieten liegen und bedenken Sie bei der Planung der Fluchtwege, ob Sie über ausreichend höhergelegene Ausweichmöglichkeiten verfügen beziehungsweise, wie sie solche bereitstellen können. Sprechen Sie sich mit benachbarten Landwirten ab.

Informations-SymbolBewirtschaften Sie den Forst vorausschauend

Bild eines WaldesAuch Forstwirte können durch eine vorrausschauende Bewirtschaftung die Schäden durch Hochwasser verringern. So sollte bereits bei der Bepflanzung im Überschwemmungsgebiet darauf geachtet werden, dass die eingesetzten Baumarten hochwassertolerant sind, da sich diese nach einer Überschwemmung deutlich schneller regenerieren. Weitere hilfreiche Informationen zum Thema Hochwasservorsorge in der Forstwirtschaft finden Sie auf der Webseite der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft.


Informations-SymbolSichern Sie wassergefährdende Stoffe

FässerDie negativen Folgen beim Austreten wassergefährdender Stoffe (z. B. Öl, Gülle oder Pflanzenschutzmittel) für Mensch, Tier und Umwelt im direkten Betriebsumfeld sind enorm. Wenn Sie auf Ihrem Hof mit solchen Stoffen umgehen, müssen Sie deren Austreten oder Abschwemmen insbesondere bei Hochwasser verhindern. Prüfen Sie, ob alle gesundheits-, umwelt- oder wassergefährdenden Stoffe hochwassersicher untergebracht sind. Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen müssen entweder über dem höchsten zu erwartenden Wasserstand errichtet sein, gegen den Zutritt von Hochwasser gesichert werden oder den Beanspruchungen bei Hochwasser gemäß der Anlagenverordnung (AwSV) und den technischen Regeln standhalten.

Hinweise und Informationen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen erhalten Sie auf der Seite des Bayerischen Landesamts für Umwelt. Dort finden Sie auch eine Liste mit zugelassenen Sachverständigen für die Prüfung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sowie eine Übersicht über bauaufsichtlich zugelassene Behälter für Überschwemmungsgebiete. Wie ein Öltank gesichert wird, beschreibt das Faltblatt „Sichere Heizöllagerung in Überschwemmungsgebieten“.

Informations-SymbolLagern Sie Holz und anderes Treibgut sicher

Holzstapel im WaldLand- und Forstwirte müssen beachten, dass die längerfristige ungesicherte Lagerung von Stammholz, Hackschnitzeln oder Brennholz wasserrechtlich in festgesetzten Überschwemmungsgebieten untersagt ist. Mitgespülte Holzstämme können gravierende Schäden verursachen und die Hochwassersituation, z. B. durch Verklausungen, noch weiter verschärfen. Dies gilt auch für Ballensilage, Stroh- und Heuballen.

Hilfreiche Tipps und Informationen zum Thema Hochwasservorsorge in der Land- und Forstwirtschaft finden Sie auf der Webseite des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Förderangebote des Freistaats für Maßnahmen zur Reduzierung des Hochwasserrisikos finden Sie im Infoblatt zum Sonderprogramm „Integrale Konzepte zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement“ ab Seite 14 unter Punkt C.

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